Überwintern in Spanien 2022

 In 2022, Spanien

Ankunft in La Marina

Am späten Nachmittag des 28. Januars rollten wir also auf unseren gebuchten Stellplatz in La Marina. Da wir uns angekündigt hatten, standen dort Bärbel und Ulli (Gewehr bei Fuß …) schon bereit und wiesen uns ein. Schließlich fühlten sie sich (ein wenig) verantwortlich, da sie uns diesen Platz angeraten hatten. Flink wie immer hatte Frederick die Bodenplane ausgelegt und befestigt, das Vorzelt mit meiner kleinen Hilfe aufgebaut und schon konnte es ans Einrichten gehen. Gardinen aufhängen, Tisch und Stühle aufstellen …

Dank unseres dekorierten Hecks am Wohnmobil (eine Comic-Zeichnung) war es auch im großen, hinteren Außenbereich gemütlich. Pflanzen mussten noch her, aber erst am nächsten Tag! Auch Rom wurde nicht an einem Tag erbaut!

Fertig aufgebaut

Fertig aufgebaut

Der gemütliche, nicht einsehbare hintere Bereich

Der gemütliche, nicht einsehbare hintere Bereich

Esstisch im Vorzelt

Esstisch im Vorzelt

Winterfest verpackt

Winterfest verpackt

Die nächsten Tage vergingen mit dem Erkunden des Platzes – schließlich waren drei Jahre vergangen, seit wir das letzte Mal hier waren (Corona Pandemie geschuldet). Es gab einiges Neues, wie die schicken Blockhäuser, neue Swimming Pools (leider nicht beheizt) und eine im Bau befindliche Minigolfanlage inmitten des Campingplatzes. Die Sanitäranlagen waren wie gewohnt so sauber wie geleckt: Mehrmals am Tag (gefühlt ständig) wurde dort gereinigt, nie hatten wir einen Grund zur Beschwerde. Überall in Innenräumen war Maskenpflicht, die aber Mitte April aufgehoben wurde. Viele trugen die Schutzmasken auch weiterhin (wie wir), auch auf dem Platz (wir nicht …).

Am Strand war es schön wie eh und je. Allerdings hatte der Zahn der Zeit am Holzpfad, der früher vom Campingplatz zur Strand verlief , gesägt. Er war abgebaut worden und es ging jetzt nur über die geteerte Straße zum Strand. Hier war es beinahe zu jeder Tageszeit und wetterabhängig gut bevölkert.

Hunde
Viele – und ich meine VIELE – Camper haben einen Hund oder auch zwei oder drei. Die größte Anzahl eines Hundenarrs waren sechs kleine Wusels! Da war natürlich ein ständiges Gassi-Gehen vonnöten … Nicht immer unbedingt zu unserer Freude, weil manchmal am anderen Ende der Leine Ferkel sind. Solche, die die Hinterlassenschaften des geliebten Haustieres nicht aufsammeln und entsorgen, leider. Da kann sich der hundlose Camper schon mal sehr ärgern … Aber vermutlich auch die Hundebesitzer, die sich streng an alle Regeln halten.

Rückblickend hatten wir wohl einigermaßen Glück: Nicht all zu oft wurden wir von Hunden rechts und links in den Schlaf gebellt! Es hätte auch nicht geholfen, hundefreie Plätze zu wählen, da der Campingplatz mehr oder weniger eingebettet ist im Dorf La Marina. Da wacht immer irgendein Hund über Herrchen, Frauchen, Haus und Garten und bellt gern zurück, wenn die Camper-Hunde meinen, sich mal zu Wort melden zu müssen … Das mit den Hunden geht quer durch alle Generationen und Nationen! Wie nirgendwo sonst herrscht hier Völkerverständigung.

Omnia Ofen
Endlich war es mal an der Zeit, von der wir hier mehr als genug hatten, die Omnia Backform auszuprobieren, die auf einem Gasherd benutzt werden kann. Anfänglich mit mäßigem Erfolg: Oben hui (lecker) und unten pfui (ziemlich verbrannt). Die vielen Berichte in den Foren hatten uns auf alles vorbereitet, Omnia ist „Learning by doing“. Also gaben wir nicht auf und versuchten es noch ein paarmal, und die Kuchen wurden tatsächlich immer besser und verbrannten nicht mehr. Omnia also: Daumen hoch!

Omnia Backresultat - war lecker

Omnia Backresultat – war lecker

Omnia Backform

Omnia Backform

Santa Pola
Schon bald zog es uns hinaus in die Welt, per Bus nach Santa Pola. Busfahrten sind ja so günstig in Spanien! 3€ hin und zurück für eine Person, ca. 15km, eine kleine Fahrt von etwa 15 Minuten Dauer. Immer wieder sind wir begeistert von diesem quirligen Ort mit seiner Festung, den vielen Läden, dem großen Fischerei- und Freizeitboothafen, dem ewig langen Strand mit ebenso ewig langer Promenade! Was gibt es hier nicht alles zu gucken!

Endlose Reihen von Einkaufswagen bei Mercadona

Endlose Reihen von Einkaufswagen bei Mercadona

Innenhof des Santa Pola Kastells

Innenhof des Santa Pola Kastells

 

Warten auf den Bus

Warten auf den Bus

Fischereihafen in Santa Pola

Fischereihafen in Santa Pola

Vom Hafen aus legen die Boote zu der Insel Tabarca ab. So eine Tour nahmen wir in unsere „To-do-List“ auf, als Wiederholungstäter sozusagen. Eine Wanderung um die Insel (dauert eine gute Stunde) stand auf jeden Fall auf unserer Wunschliste!

Strandwanderungen
Wir folgten dem Rat anderer Camper und spazierten Richtung Strand manchmal auch durch die Dünen und den Kiefernwald. Auch dort gab es manches zu entdecken. Am liebsten war mir aber immer wieder der Strand. Sei es zum Finden und Sammeln interessanter Dinge (Keramikscherben, aus denen man Boote und Häuser bauen konnte) oder „Driftwood“ – Treibholz, mit dem man sicher auch mal irgendwann etwas anfangen konnte. Frederick war nicht sehr begeistert, Latten und Holzteile vom Strand abzuschleppen, aber dank Frauenpower setzte ich mich wieder mal durch…. In den drei Monaten unseres Aufenthalts auf dem Campingplatz haben wir – geschätzt – wohl 75 Strandwanderungen gemacht.

Ganz schön kalt - im Januar

Ganz schön kalt – im Januar

Abendsonne

Abendsonne

Große Qualle - furchterregend

Große Qualle – furchterregend

Mündung des Flusses Segura

Mündung des Flusses Segura

Holzbohlenwege durch die Dünen

Holzbohlenwege durch die Dünen

Freundin Bärbel begleitete uns auf unseren Spaziergängen einige Male. Über den gesamten Zeitraum auf dem Campingplatz La Marina haben wir uns – immer noch Corona im Blick – von Massenbegegnungen ferngehalten. Wir blieben für uns und es wurde trotzdem nicht langweilig. Auf die Benutzung des Indoor-Swimmingpools und des Fitness Centers verzichteten wir ebenfalls. Denn es hatte leider über den Winter den einen oder anderen Corona-Fall auf dem Campingplatz gegeben. Das zog dann Quarantäne nach sich und dem wollten wir uns erst gar nicht aussetzen.

Möwe mit Fisch

Möwe mit Fisch

Anne und Bärbel an einem stürmischen Tag

Anne und Bärbel an einem stürmischen Tag

Im Strandcafé La Candela

Im Strandcafé La Candela

Strandspaziergang im Sturm

Strandspaziergang im Sturm

Kletterbaum für die Kinder am Strand

Kletterbaum für die Kinder am Strand

La Marina Strand

La Marina Strand

Wetter
Das Wetter spielte in diesem Winter in Spanien ein wenig verrückt: Man sprach vom kältesten Winter seit 30 Jahren! Uns störte das nicht weiter. Dann kauften wir eben eine weitere Gasflasche für das Heizen. Solange es nur nicht schneite. Aber heftigen Regen gab‘s doch einige Male. Auch schwere Gewitter – zumeist grollte es nachts – erlebten wir in diesem Jahr. Der Himmel öffnete sich und wolkenbruchartig kam die nasse Ladung herunter. Das konnte schon mal ein paar Stunden andauern. Was zur Folge hatte, dass wir ein paarmal „landunter” im Vorzelt hatten (siehe Fotos).

Da braut sich was zusammen

Da braut sich was zusammen

Hochwasser im Vorzelt - Die Bodenplane schwimmt auf dem Wasser

Hochwasser im Vorzelt – Die Bodenplane schwimmt auf dem Wasser

Saharastaub

Saharastaub

Damit es spannend blieb, schenkte uns der Wettergott den Saharawind, roten feinsandigen Staub, der sich überall festsetzte. Aber wie wir gehört hatten, verschlug es den sogar bis nach Deutschland! Frederick musste ab und an von innen per Trittleiter aufs Dach klettern, um die Solarpaneele und ganz allgemein das Dach zu reinigen. Damit hatten wir auch wieder gut Strom. Wir brauchten übrigens während der gesamten drei Monate keinen Landstrom. Unsere Sonnenpaneele produzierten die ganze Zeit über ausreichend Energie.

Krieg in der Ukraine
Die schreckliche Nachricht, dass Putin seine Soldaten – trotz gegenteiliger Versicherung – dann am 24. Februar in die Ukraine einmarschieren ließ, brachte die Welt und uns in Aufruhr. Auf dem Campingplatz ist man ja nicht abgeschieden, wir konnten alles an Nachrichten empfangen. Deutsches Fernsehprogramm, CNN, BBC, Netflix etc. Diese schlimmen Nachrichten hielten uns von nun an bis zu unserer Abreise in ihren Klauen. Wir folgten den Spendenaufrufen für die Ukraine und beteiligten uns, um ein wenig mitzuhelfen. Allgemein herrschte eine doch recht bedrückende Stimmung.

Brille kaputt
Oops, Fredericks Brille war kaputt, er hatte sich in der Nacht draufgelegt! Ein teurer Spaß … aber eine neue war sowieso fällig. Die Brille war schon sechs Jahre alt. Wie schön, dass es im Dorf La Marina einen Optikerladen gab und dazu eine Optikerin, die hervorragend Englisch sprach (mit unserem Spanischlernen sind wir noch nicht so weit gekommen, um komplizierte Unterhaltungen führen zu können) und mit ihren Messgeräten umgehen konnte. Denn die Messungen führten zu einer Brille, mit der Frederick deutlich besser sehen konnte als zuvor. Brillengestelle gab’s im Angebot, und so sicherte ich mir auch gleich eine neue. Bei mir war der letzte Tausch auch sechs Jahre her, es wurde also Zeit für eine Überprüfung.

Frederick mit neuer Brille

Frederick mit neuer Brille

Annes neue Brille (selbst-dunkelnd)

Annes neue Brille (selbst-dunkelnd)

Das Dorf La Marina
Das Dorf La Marina gefiel uns immer besser. Vom Campingplatz aus ist es ein kleiner Spaziergang von etwa 20 Minuten und man ist im Shopping Bereich. Lebensmittelläden, Optiker, Cafés, kleine Restaurants, es fehlt an nichts. Und immer die Nähe zum Strand. Biegt man ab und verlässt die Hauptstraße, ist man in 10 Minuten am Strand! Das passt uns gut!

Geniale Recycling-Station in La Marina

Geniale Recycling-Station in La Marina

Blumen im Asphalt

Blumen im Asphalt

Später sollten wir über Bärbel und Ulli einen ganz anderen Weg, praktisch hinter den Häusern entlang der Hauptstraße kennenlernen, ein schöner ruhiger Wanderweg.

Wechsel zu Komfortablerem
Ende Februar/Mitte März wurde es merklich ruhiger auf dem Platz. Viele der deutschen Camper fuhren heim oder reisten weiter auf Entdeckungstour durch Spanien, Portugal. Immer „Süden in den Blicken” …Auch unsere Freunde Bärbel und Ulli planten die Abreise im März, allerdings nach Hause. Ein besonderer Abschied stand ihnen bevor: Adieu, altes Küchenzelt und was so dazu gehört! Nach über 12 Jahren war die nächste Überwinterung ab Oktober mit der Anmietung eines der schicken neuen Blockhütten (Chalets) geplant. Also nix Anreise mit dem guten alten Camper, sondern im Pkw mit schönen Aufenthalten in den kleinen Auberges in Frankreich und Spanien. Die Blockhütten sind modern eingerichtet, bieten alles: perfekte Küchenausstattung, wöchentlichen Bettwäsche- und Handtuchwechsel, gemütliches Wohnzimmer und nette Terrasse, und auch preislich ist es durchaus im Rahmen. Den beiden sei es gegönnt.

Die Hütte, die Bärbel und Ulli für nächsten Winter gebucht haben

Die Hütte, die Bärbel und Ulli für nächsten Winter gebucht haben

Die komfortablen, neuen Blockhütten (Chalets)

Die komfortablen, neuen Blockhütten (Chalets)

Müll sammeln am Strand
Auf unseren Strandläufen sammelten wir nicht nur Spielzeug (am Ende waren es neun niedliche Förmchen, die wir dann einem kleinen Kind vom Nachbarplatz schenkten), sondern wir zogen mit Mülltüten los, auch den ganz großen schwarzen und sammelten auf, was die tägliche Flut so angespült hatte oder die Angler hinterlassen hatten. Das war ein Ärgernis: Da stehen sie und fangen Fische, hinterlassen aber Angelschnüre und Plastik, welche(s) vielleicht sogar in den Mägen der Fische landet, die sie dann irgendwann essen (Mikroplastik!). Manches passte nicht mal in unsere großen Mülltüten: Einkaufswagen, Stuhl …

Strandgut

Strandgut

Logenplatz am Strand? Nee, Strandgut

Logenplatz am Strand? Nee, Strandgut

Strandgut

Strandgut

Fast alles von uns gesammelt

Fast alles von uns gesammelt

Von uns nach dem großen Sturm gerettete Mülltonnen

Von uns nach dem großen Sturm gerettete Mülltonnen

Annes Tagesergebnis

Annes Tagesergebnis

In der Nacht zum 6. April stürmte es fürchterlich und am nächsten Tag war der Strand nicht wiederzuerkennen, bzw. nicht wiederzufinden. Fast der gesamte Strand war verschwunden und die Wellen klatschten in die Dünen. Auch die bunten, von der Gemeinde aufgestellten Mülltonnen waren verschwunden. Wir fanden sie verstreut in den Dünen wieder. Die Deckel waren nochmals einige 100 Meter weiter weg. Wir sammelten alles ein, wuchteten die Tonnen zurück zu ihrem Platz und stellten sie dort auf.

Leider funktionierte auch das Abfahren von vollen Müllbeuteln nicht. Wir waren schon drauf und dran, uns bei der Gemeinde zu beschweren. Da sammelten wir wie die Idioten den Strand sauber (was uns ein gutes Gefühl gab und es auch eine gymnastische Übung – rechts bücken, links bücken – war) und dann räumen die’s nicht mal weg! Irgendwann war’s dann wieder sauber an der Pier. Vielleicht hatte es auch einigen Anglern zu denken gegeben, dass da zwei alte Touristen den Strand säuberten. Unterwegs kriegten wir das eine oder andere Lob …

Katzen
Mittlerweile hatten wir eine kleine schwarze, zutrauliche Pierkatze entdeckt. Ein neues Ziel, wir wollten sie, an diesem bei Sturm und Regen so garstigen Platz, gut versorgen. Aus einer wurden plötzlich vier! Mama und die zwei Geschwister waren sehr scheu, freuten sich aber genauso über unerwartet geschenkte Mahlzeiten.

Viel zu futtern - Glückliche Katze

Viel zu futtern – Glückliche Katze

... und plötzlich waren es vier!

… und plötzlich waren es vier!

Später fanden wir heraus, dass die Katzenfamilie wohl doch recht gut von den Anglern auf der Pier mitversorgt wurden. Die Katzen hatten sich unter der Pier, geschützt zwischen den Steinlücken, häuslich eingerichtet.

Ostertrubel
Ostern rückte näher und der vorletzte Deutsche hatte den Platz eiligst verlassen (so ungefähr jedenfalls!). Man hatte uns gewarnt vor dem Anrücken der spanischen Großfamilien. Zwei Wochen Osterferien, es würde laut werden, sehr laut! So war es denn auch, glückliche Kinder Spaniens, sie haben Narrenfreiheit – besonders an späten Abenden. Da wird getobt, gespielt, geschrien, alles ganz normal. Blöd, wenn wir damit nicht einverstanden wären, schließlich sind WIR Gäste in diesem Land! Irgendwie war es auch schön, so viele fröhliche Großfamilien mitzuerleben. Endlich war mal was los auf diesem im Winter von Rentnern bevölkerten Platz! Die tolle Outdoor-Badelandschaft war nun auch eröffnet worden und erstrahlte im Glanz der Renovierung. Elefanten und Schildkröten hatten einen neuen Anstrich erhalten. Der Minigolfplatz „Dinogolf“ hatte es nicht ganz zur Eröffnung an Ostern geschafft, ich nehme vorweg: Auch wir – geplante Abreise am 28. April – erlebten die Fertigstellung nicht mehr. Wir sind sicher, dass auch diese Neuerung ein voller Erfolg werden wird.

Das beeindruckende Eingangsportal zum Dino-Minigolfplatz

Das beeindruckende Eingangsportal zum Dino-Minigolfplatz

Teil des neuen Dino-Minigolfplatzes - noch im Bau

Teil des neuen Dino-Minigolfplatzes – noch im Bau

Elefant im Pool

Elefant im Pool

Tierisches Treiben im Pool

Tierisches Treiben im Pool – links der Indoor Pool (Hallenbad)

Die Betreiber des Campingplatzes bemühen sich emsig, den 5-Sterne-Platz auf den neuesten Standard zu bringen und sorgen immer wieder für Überraschungen.

Guardamar
Per Bus fuhren wir nach Guardamar (nur 15 km Richtung Süden), unser erstes Ziel dort immer die Festung über der Stadt.

Kanone auf der Festungsmauer

Kanone auf der Festungsmauer

Blick vom Kastell auf die Stadt Guardamar

Blick vom Kastell auf die Stadt Guardamar

So eine ruhige, schöne Anlage mit fantastischer Aussicht. Ich liebe diese Stadt! Eine der Gassen führt uns zum wunderschönen Park, den wir bereits kennen. Die vielen unterschiedlichen Wasservögel und Schildkröten an den Teichen zu beobachten, ist immer wieder ein Spaß.

Schildkröten im Park von Guardamar

Schildkröten im Park von Guardamar

Gerade geschlüpfte Entlein

Gerade geschlüpfte Entlein

Irgendwann landet man auch hier – wie könnte es anders sein – am langen weißen Sandstrand. Im Winter ist der Ort ziemlich verschlafen, ist er doch mehr – im Gegensatz zum Dorf La Marina – auf Tourismus eingestellt. Nette Lokale und besondere Cafés findet man hier trotzdem geöffnet. Aber wir sind ja schon im April …

Tabarca
Inzwischen waren wir auch auf der Insel Tabarca. Die Boote fahren häufig, mindestens stündlich die 35 Minuten hinüber zur Insel. Die Hin- und Rückfahrt kostet – wie vor drei Jahren –  10 € pro Person. Das Wetter war geradezu traumhaft für diesen Ausflug. Die Wanderung entlang des Küstenpfads genießen wir sehr. Dieses Mal sind schon erheblich mehr Lokale geöffnet, es sind auch eine ganze Menge an Besuchern da. Die Bewohner der kleinen Insel sind nicht verschlafen, sondern haben viel für die Verschönerung der Häuser getan, – eine Freude, das zu sehen.

Mit Hochgeschwindigkeit nach Tabarca

Mit Hochgeschwindigkeit nach Tabarca

Anlegekai auf Tabarca

Anlegekai auf Tabarca

Beton und Natur ergeben eine interessante Komposition

Beton und Natur ergeben eine interessante Komposition

Frederick auf dem Inselrundweg

Frederick auf dem Inselrundweg

Möwe an schroffer Küste

Möwe an schroffer Küste

Blumenboot

Blumenboot

Anne auf dem Rundweg

Anne auf dem Rundweg

Streifenwagen des Inselsherriffs - Autos sind nicht erlaubt

Streifenwagen des Inselsherriffs – Autos sind nicht erlaubt

Genial - selbstgebastelte Wasserzapfstelle an einem Wassertank

Genial – selbstgebastelte Wasserzapfstelle an einem Wassertank

Wir kehrten in der Nähe des Hafens in einem Restaurant ein und bestellten etwas. Dunkle Wolken zogen plötzlich auf. Nach dem Essen brachen wir zügig auf zu unserem Boot, eine ganze Horde von Teenagern ging mit uns an Bord, offensichtlich ein Schulausflugs-Tag. Kaum hatte das Boot abgelegt, wehte uns eine steife Brise entgegen. Schaumkronen auf den Wellen (die man in England „Seahorses“ nennt) zeugten vom – mittlerweile – heftigen Seegang. Gischt schlug vorn über das Boot, das Gekreische der Teens war nicht mehr zu stoppen – Begeisterung, schon vermischt mit Furcht. Es war eine heftige, schaukelige Angelegenheit, die gesamte Rückfahrt. Selbst ich hatte Mühe, mich auf den Horizont zu konzentrieren und bloß nicht an Übelkeit zu denken. Eine halbe Stunde kann plötzlich sehr lang sein … Rückfahrt bei stürmischer See (Video)

Sport
Unsere schwedischen Freunde, Anita und Rolf waren mittlerweile eingetroffen. Sie haben eine Ferienwohnung in El Pinet. Das ist ein recht neues Wohngebiet am Rande des Naturschutzgebietes von La Marina. Auch dort kann man sehr gut wandern, nahe der Salinen, aus denen immer noch Salz gefördert wird. Hier lassen sich gern die Flamingos nieder. Es gibt ein Salzmuseum in Santa Pola, den Besuch heben wir uns für nächstes Mal auf.

Die Salinen von El Pinet

Die Salinen von El Pinet – Im Hintergrund die Siedlung El Pinet

Naturschutzgebiet El Pinet

Naturschutzgebiet El Pinet

Anita und Rolf hatten uns zum Abendessen eingeladen (Anita hatte hervorragend gekocht). Sie erzählten uns von den Petanque (Boule) Spielern. Die Gruppe, die sich locker montags, mittwochs und freitags um 15 Uhr trifft, besteht überwiegend aus Schweden. Davon wohnen etliche seit vielen Jahren (Überwinterer) in der Urbanisation Buenavista, direkt neben La Marina Camping. Dort ist auch der Bouleplatz. Wir wurden eingeladen, am Spielen teilzunehmen. Das hat uns über den Rest unseres Aufenthaltes sehr viel Spaß gemacht.

Als weitere Sportart gesellte sich „Padel” hinzu. Diese Art Tennis spielen Heather und Colin, „unsere Schotten“. Sie überzeugten uns, dass auch dies Spaß macht und so endete unsere restliche Zeit mit mehr Aktivitäten, als wir uns hätten träumen lassen!

Anne beim Boule

Anne beim Boule – links Rolf

Ein Padel-Tennis Platz

Ein Padel-Tennis Platz

Ein paarmal nutzten wir noch die Gelegenheit, mit den Freunden zusammenzusitzen und ein wenig über Gott und die Welt zu reden.

Orientalische Wunderwelt
Anlässlich Fredericks Geburtstag hatten Anita und Rolf eine ganz besondere Überraschung geplant: einen Tag vor dem Geburtstag holten sie uns mit dem Auto ab und entführten uns zu 1001 Nacht, einer Fahrt ins Blaue ….. Nach einer halben Stunde durch schöne Landschaften erreichten wir mitten in der Pampa ein herrschaftliches Grundstück, von Mauern umgeben mit vielen riesigen Bäumen. Alles mutete orientalisch an.

Mit Anita und Rolf im orientalischen Garten

Mit Anita und Rolf

Orientalische Architektur

Orientalische Architektur

Der tolle, orientalische Garten

Der tolle, orientalische Garten

Blick durchs Fenster

Blick durchs Fenster

Orientalisches Ambiente

Orientalisches Ambiente

Rolf und Anita genießen die maurische Atmosphäre

Rolf und Anita genießen die maurische Atmosphäre

Kaminzimmer

Kaminzimmer

Kleiner Springbrunnen im Garten

Kleiner Springbrunnen im Garten

Dort gab es einen arabisch gestalteten Garten und ein Herrenhaus in ebensolchem Stil. Es war wie eine Wunderwelt, so fremdartig und ungewöhnlich. Ich hoffe, die Fotos können das ein wenig wiedergeben. Nach der Erkundung von Sultansgemächern und dem orientalischem Garten luden die beiden uns zu Tee und arabisch süßem Gebäck ein, eine absolute Köstlichkeit! Was für eine neue Erfahrung!

Fredericks Geburtstag
Da wir an diesem Tag noch mit den Schweden Boule spielten, gab es danach anlässlich des Geburtstags noch einen Umtrunk mit ein paar Flaschen Cava. Im Anschluss hatten wir Anita und Rolf ins Costa 21, dem Lokal am Strandweg eingeladen.  Das Geburtstagsessen mit den beiden war ein voller Erfolg.

Fredericks Geburtstagsessen mit Anita und Rolf

Fredericks Geburtstagsessen mit Anita und Rolf

Lustige Runde

Lustige Runde

Übrigens ist das Restaurant fest in deutscher Hand, was das Personal betrifft: Der Koch kommt aus dem Schwarzwald, im Service arbeiten die Damen aus Ratzeburg und Leipzig, und dann gibt’s noch Karsten aus Mecklenburg-Vorpommern. Das Angebot der Speisen hebt sich auch durch deutsche Hausmannskost hervor: Currywurst, Schnitzel – aber für den Feinschmecker gibt es auch leckeren Fisch!

Kurz vor der Abreise
Die letzten drei Tage hier in La Marina sind angebrochen. Um für die Abreise am Vormittag des 28. April bereit zu sein, fangen wir früh genug an mit Wagenwäsche (per Hand), Abbauen des Vorzeltes und letztendlich Aufnehmen des Bodenbelags. Den wollen wir nicht behalten und entsorgen ihn gleich auf dem Platz.

Abbauphase 1

Abbauphase 1

Abbauphase 2

Abbauphase 2

Einmal noch nach Santa Pola, endlich ins Museum der Festung, das noch nicht einmal Eintritt kostet, dabei so schön und liebevoll gestaltet ist. Gerade noch erlebten wir dort die Ausstellung einer Fotografin. Die ungewöhnlichen Bilder waren auf riesige Leinwände gezogen, Blumen, Wasser – faszinierend aufgenommen.

Ein letzter Spaziergang durch La Marina, Winke-Winke zur netten Optikerin, die eine so schicke Brille für Frederick ausgesucht und uns gut beraten hat, wehmütig ein letztes Mal am Strand entlang. Da konnten wir übrigens ein Phänomen beobachten. Je nach Wetterlage (Sturm und hoher Wellengang) war der Strand zwischenzeitlich auch mal fast weg, um anderntags wieder angespült zu sein. Natur eben.

Ich hoffe, (die) Bilder sagen mehr als Worte … bei drei Monaten Aufenthalt am selben Platz hätte sich so manches wiederholt. Deshalb eine Kurzfassung und viele schöne Fotos, die euch nachträglich zum Miterleben einladen.

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La Marina Strand