Bridgend

 In Wales 2015

Sonntag, 31. Mai 2015
Bridgend bei Cardiff

Mit Mrs. Richard hatten wir abgesprochen, am Sonntag Morgen vorbeizukommen und für drei Nächte zu bezahlen. Auf dem Stellplatz stand ein Caravan mit Pkw als weitere Gäste. Hier auf dem Lande hatten wir wieder sehr gut und ruhig geschlafen trotz des prasselnden Regens in der Nacht. Nach dem Frühstück liefen wir die paar Meter zum Farmhaus. Nachdem wir an die Tür geklopft hatten und sie geöffnet wurde, fiel als erstes der kleine Hund über uns her – im positiven Sinne – “he loves people”, er liebt Leute! Eine Mischung zwischen Jack Russell (das Temperament!) und Border Collie, das sind die Hunde, die so wunderbar die Schafe hüten und immer nach Beschäftigung suchen, so auch dieses Hündchen Trisha. Sie brachte gleich das Spielzeug an! Das alte Farmer-Ehepaar war sehr freundlich und brachte sogar ein paar Worte auf Deutsch an. Mrs. Richards hatte nach dem Telefonat mit Frederick auf “australisch” getippt! Sie hatte ein feines Ohr! Sie gab uns ein paar Broschüren über Bridgend und wir hielten einen “small Talk”, das kleine in England so übliche unverbindliche Gespräch.

Zwei-sprachige Strassenschilder

Zwei-sprachige Strassenschilder

Stellplatz in Bridgend im Grünen

Stellplatz in Bridgend im Grünen

Bridgwater-Bridgend

Bridgwater-Bridgend

Zwar liegt der Platz im Grünen, doch das große moderne Einkaufszentrum, auch am Feiertag geöffnet (von Tesco über Home Base bis hin zu Mac Donald’s) ist in unmittelbarer Nähe, also Zugang zum WiFi. Das nutzten wir am Nachmittag, als es mal nicht regnete, aus und spazierten auch noch mal in die Stadt. Dort war es eher enttäuschend. Hier sieht es bös nach Abwanderung (viel Leerstand) und Arbeitslosigkeit aus, die Häuser also eher etwas verarmt und vernachlässigt. Zudem war es menschenleer am langweiligen Sonntagnachmittag, wo so gut wie alle Läden geschlossen waren.

Stadtbild aus Bridgend

Stadtbild aus Bridgend

St. Mary Church Bridgend

St. Mary Church Bridgend

Also auf der Tanke noch rasch eine Zeitung gekauft und zurück zum Wohnmobil. Frederick braucht ein wenig Ruhe, um seine Erkältung auszukurieren, und so gab es am Abend englisches Fernsehprogramm und Bratkartoffeln und Spiegeleier.

Montag, 01. Juni 2015
Bridgend

Von unseren Nachbarn nichts gesehen, waren wir inzwischen allein auf dem Platz, der Caravan noch da, das Auto weg. Die Richards’ hatten uns ja gesagt, dass die Leute sich für länger eingemietet hatten, in Cardiff in der Stadt wohnten und nur am Wochenende das Landleben genießen konnten. Trotzdem hatten wir einigermaßen geschlafen,  nur der prasselnde Regen und Dauerniesen störten die Nachtruhe. Nach dem Frühstück wollten wir dem Ort noch eine Chance geben, sich von einer besseren Seite zu zeigen – und tatsächlich, die Straßen waren nun belebt mit Leuten,

die vielen Cafés waren gut besucht. Wir kauften erst einmal ein paar Medikamente ein, um Frederick’s Erkältung “in Schach” zu halten … Ich stöberte mit Begeisterung in den SecondHand-Läden, tolle Fundstücke: ein schöner alter Beistelltisch mit geschliffener Glasplatte für £38! Leider können wir uns nicht mit solchen Einkäufen belasten …. Aber ich werde weiter nach einem alten Kinderhochstuhl Ausschau halten, den in Winchester wollte Frederick nicht kaufen, obwohl toll alt, nur £20, aber eben ganz schön sperrig, das musste sogar ich einsehen!

Das Fazit über diesen Ort: wohl 20 % Leerstand, 30% Läden von Wohltätigkeitsorganisationen (Charity Shops), massenhaft Take Away-Lokale.

Zurück am Stellplatz sahen wir wieder den hübschen Fasan auf der Wiese. Hier meine Aufzählung “wilder Tiere” während unserer Tour: ein Reh auf der Weide neben dem Campingplatz in Segeberg, ein Fuchs (!!) auf einer Wiese in Folkestone, das knuddelige graue Eichhörnchen im Park in Winchester (es geht die Sage, dass es in England keine roten Eichhörnchen mehr gibt, ausgerottet von der grauen stärkeren Verwandschaft), freundliche Hunde und Katzen von der Farm – und nun der bunte  Fasan! Wo ich gerade bei den Tieren bin, Pamela hat mir die lustigen Katzennamen nachgereicht als da sind: Molly-Dolly Muffin, Roger Pickle.

Wir verbrachten noch eine weitere Nacht auf dem Platz , da wir uns nicht zu weit von Cardiff entfernen wollten. Die Wettervorhersage für die kommenden Tage war gut. Morgen wollen wir uns Cardiff anschauen.

Weitere Fotos Bridgend

 

 

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Cardiff Panorama
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